NERO

Teil 3 der Rom-Reihe TraumaStadt2013

Premiere: 21. Dezember 2013


Nach Motiven von Pedro Gálvez, Henryk Sienkiewicz, Friedrich Nietzsche u.a.
In einer Fassung und in der Regie von Oliver Paolo Thomas

Nero Denise Rech

Regie, Textfassung, Ausstattung Oliver Paolo Thomas

Assistenz Simon Krämer, Jasmina Dittrich, Adrian Kareev

Nero
Kaiser, Künstler, Antichrist.

Das Volk und der Senat haben sich gegen ihn gewendet. Von Seneca als auch von seinen engsten Beratern verstoßen, von seiner Leibgarde, den Prätorianern, im Stich gelassen, flüchtet Nero in die Katakomben Roms. Das Volk stürmt den Palast auf der Suche nach ihrem Kaiser, um Rache an dem Mann zu üben, der Rom in Schutt und Asche legen ließ, der seine Mutter Agrippina und seine Frau Octavia umbringen ließ.
Groß waren Neros Pläne mit Rom eine neue Stadt als Schatzkammer der Kunst und immerwährenden Tempel der Hochkultur zu schaffen. Nun droht seine Vision durch eine aufblühende Sekte, der Bruderschaft der Gekreuzigten, vernichtet zu werden.
Als Mensch zwischen Kreateur und Kreatur, von Vision und Wahnsinn gespalten, verbringt Nero die letzten Stunden seines Lebens in seinem Versteck unter der Stadt, gequält von der Frage, wie viele Opfer man für ein hohes Ziel erbringen muss.

„Ich wollte etwas tun, das noch kein anderer Herrscher vor mir getan hat. Ich wollte die Menschen um die Schönheit vereinen.“


TraumaStadt 2013

Rom ist Schicksal: Schon die allzu klaren Augen der Seherin des zerstörten Trojas blicken dorthin. Rom ist Krieg: Ihre Armeen verschlingen ganze Völker und werfen sie der Stadt zum Fraße vor. Rom ist Macht: Kaiser, Senatoren und Patrizier spielen immerzu das Spiel der Politik und des Aufstiegs. Rom ist Irrsinn: Wie ein Geschwür wächst es, und die Keimzelle des Wahns sitzt auf einem bröckelnden Thron.
Wie wird Rom enden?

Pressestimmen

Denise Rech begeistert als Nero im Rottstr 5 Theater (Ruhr Nachrichten)

Thomas' Inszenierung und Rechs starkes Spiel erschaffen einen spannenden wie bannenden Theaterabend. (Herner Feuilleton)

In der Geschichte ist Neros Bild von seinen Untaten und seinem Wahnsinn geprägt. Oliver Paolo Thomas zeigt auf, dass seine Persönlichkeit vielschichtiger war als unser tradiertes Bild vermuten lässt. Dem Regisseur ist ein bemerkenswerter Text gelungen, den die androgyne Denise Rech bravourös bewältigt – ihre ungeheure Gedächtnisleistung ist angesichts des hochkomplexen Sprachkunstwerks nur als phänomenal zu bezeichnen. (Theater Pur)

In beeindruckender Glaubwürdigkeit schafft Rech es, die Figur des Nero durch den gesamten Abend zu tragen - ihn in gewisser Weise Richtung Publikum zu öffnen. So sehr, dass die Einblicke, die man diese wahnsinnige Seele bekommt, fast ein bisschen zu tief und zu genau sind. (Ruhr Nachrichten)

Ein doppelter Erfolg beim Rottstr5-Theater in Bochum: Mit einem gelungenen Ensemble-Einstand von Denise Rech in Oliver Paolo Thomas' Textcollage „Nero“ hat der vierteilige „Trauma-Stadt-2013“-Zyklus des Off-Theaters einen starken Abschluss gefunden. (Herner Feuilleton)

Die Bühne steht in Flammen. Spätestens jetzt wird klar: Nero macht ernst. Und auch die Inszenierung will Nägel mit Köpfen machen. Vielleicht der Beste und zugleich bedrohlichste Abschluss, den die „TraumaStadt2013“-Reihe hätte finden können. (Ruhr Nachrichten)

Oliver Paolo Thomas‘ Textfassung steckt voller solcher erschreckender Merksätze, in denen verdammt viel Wahrheit zu stecken scheint und die doch unserer demokratischen Grundhaltung diametral widersprechen. (Theater Pur)

Starker Applaus! (WAZ)