MARIA STUART

Rottstr 5 Theater in Bochum | MARIA STUART

Nach Friederich Schiller

In einer Fassung von Ariane Kareev

Eine Produktion des Rottstr 5 Theaters

 

Mit Greta Ipfelkofer
Sina Ebell
Leon Rüttinger

Regie Ariane Kareev

Assistenz Merlina Scheffler, Anika Anders, Mete Derendeli
Musik Adrian Kareev
Licht Simon Krämer
Fotos NN
Produktion Oliver Paolo Thomas

 

 

„Neben dem Siege scheint ihr alles andere verächtlich und ohne Wert.“ Sir Knollys über Maria Stuart.

In der eigenen Sache die allgemeine zu verteidigen ist das Größte, das dem Menschen begegnen kann:

Königin Elisabeth ist Realistin bis zur Ruchlosigkeit, während Königin Maria - wie alle Stuarts - Romantikerin ist. In der Unbefangenheit, mit der die beiden Königinnen ihr Duell vor den Augen einer Welt austragen, scheint es ihnen, wie ihren Völkern, legitim, ja selbstverständlich, dass ihr Lieben und Hassen, Wollen und Dulden Welten in Bewegung setzt.

 

Maria Stuart, Königin von Schottland besitzt Ansprüche auf den englischen Thron. Königin Elisabeth von England fürchtet um ihre Krone, so wird Maria verhaftet und auf Schloss Fotheringhay eingekerkert. Ein Gericht verurteilt die Stuart wegen Hochverrats zum Tode. Doch Elisabeth zögert die Unterzeichnung des Urteils hinaus – nicht aus Menschlichkeit, sondern aus Prinzip: königliches Blut darf nicht vergossen werden.  Beide Königinnen sind gefangen zwischen männlichen Opportunisten, die sie instrumentalisieren wollen, dem Zwang ihrer Völker und den Idealen, die sie verkörpern. So kämpfen sie mit allen Mitteln um ihre Macht, ihr Leben und die Erhaltung ihrer Würde.

 

PRESSEZITATE

Es erscheint mutig, wenn Ariane Kareev in ihrer knapp 90minütigen, durch eine Reihe von Fremdtexten angereicherten Inszenierung am Rottstr 5 Theater in Bochum nahezu vollständig auf das politische Beiwerk verzichtet und den Plot ausschließlich als Duell der beiden Frauen anlegt. So etwas könnte schnell in den Boulevard kippen. Doch solche Bedenken sind schnell zerstreut. Wir erleben eine ungeheuer ernsthafte Aufführung mit einem klaren intellektuellen Konzept, wie man sie an einem Off-Theater selten zu sehen bekommt. Das Potential zum Zickenalarm verschweigt Kareev nicht, doch in einer Aufführung ohne Gags und Mätzchen konzentriert sie sich auf die Auseinandersetzung zwischen zwei starken Frauen mit diametral entgegengesetzten Charakteren. Dietmar Zimmermann (THEATER PUR)

 

Die junge Regisseurin Ariane Kareev, die ihre Laufbahn einst im Rottstr5-Theater begann und jüngst ihr Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin abgeschlossen hat, stützt sich für ihre Inszenierung (...) auch noch auf andere Quellen und Bearbeitungen des Stoffes (...). Entstanden ist eine „Maria Stuart“-Interpretation, in der Bewegung und Tanz der Sprache gleichberechtigt an die Seite treten. Greta Ipfelkofer und Sina Ebell füllen ihre Rollen hervorragend aus und Adrian Kareevs Musik ist das Tüpfelchen auf dem i. Nathalie Memmer (STADTSPIEGEL)