LOGES PLAN

Rottstr 5 Theater in Bochum | LOGES PLAN [Fotos © Nielinger]

von HONKE RAMBOW

 

PREMIERE DER URAUFFÜHRUNG: 16. SEPTEMBER 2011




mit alexander ritter

regie: hans dreher, honke rambow

 


Nennung für den Nibelungen-Zyklus als wichtigstes neues deutschsprachiges Stück in der Kritikerumfrage 2011 von THEATER PUR
 


Zu Beginn des RHEINGOLD – dem Vorspiel von Richard Wagners RING DES NIBELUNGEN – ist die Welt bestens geordnet. Unter dem Zeichen von Wotans Speer herrschen Gesetz und die Macht der Verträge. In dieser Ordnung gibt es lediglich einen Schwachpunkt. In einem Anfall von Übermut beauftragt Wotan die Riesen Fasold und Fafner, die Burg Walhall zu errichten. Es ist Wotans Lebenstraum und Großtat. Als Lohn verspricht er den Riesen die Göttin Freia – wohl wissend, dass er sie nicht entbehren kann, da sie als einzige die Pflege der goldenen Äpfel, die das Überleben der Götter sichern, beherrscht. Er schickt Loge in die Welt, um einen Ersatz für Freia zu finden. Loge ist als Gott der Lüge und des Feuers eigentlich kein vollwertiges Mitglied von Wotans Wälsungen-Geschlecht. Er wurde von diesem gegen den Willen der anderen Götter aufgenommen und steht unter dem persönlichen Schutz Wotans. Loge durchsucht erfolglos die gesamte Welt nach einem gleichwertigen Ersatz für Freia (die Liebe). Seine letzte Station sind die Tiefen des Rheins. Hier entwickelt er einen Plan, dessen Ziel weit mehr ist, als Wotan sich je vorzustellen vermochte… Loge plant den Umsturz, die Vernichtung des Systems Walhall.

   
pressestimmen   

Die Sprache ist dem Debütanten Rambow grandios gelungen, verdichtet, fast durchgängig voller starker Bilder. Ritter ist wieder einmal ein toller Schauspieler, der den Text nuanciert und präsent darbietet. (WAZ)

Er spricht von Wotan und den Göttern, wütend, doch kontrolliert. Seine Rede dreht fortan die ganz großen Räder, verbindet Mythos und Politik, Geschichtsphilosophie und Weltpolitik, Uraltes mit Aktuellem. Im besten Sinne setzt er um, was sich das Off-Theater vorgenommen hat, um die Nibelungen abzuklopfen auf ihren Gehalt, der heute noch etwas zu sagen hat. (WAZ)