HASS

Rottstr 5 Theater in Bochum | HASS    nach MATHIEU KASSOVITZ
IN EINER FASSUNG VON NERMINA KUKIC

 

Rachel  Fiona Feerick
Saida  Emel Aydogdu
Marie  Awa Winkel


Regie  Nermina Kukic
Regieassistenz Christina Runge, Lukas Vogelsang
Fotos Sabine Michalak


Premiere Sonntag, 6. September 2015


In der Siedlung Les Muguets kam es in der vergangenen Nacht zu Krawallen. Rund 100 Jugendliche belagerten die Polizeidienststelle im Zentrum der Siedlung. Bei Straßenschlachten wurden  14  Polizisten verletzt und 33 Rowdys verhaftet. Die Randalierer verwüsteten das Einkaufszentrum und andere Gebäude. Die Eskalationen dauerten bis in die Morgenstunden an. Ursache war das Fehlverhalten einer Polizistin, die vorgestern eine Jugendliche schwer verletzte. Die Beamtin wurde vom Dienst suspendiert. Die junge Samira liegt zur Beobachtung Krankenhaus. Sie schwebt in Lebensgefahr.

Rachel ist Jüdin, Saida Palästinenserin und Marie „reine“ Französin. Sie wohnen in den Plattenbauten eines berüchtigten Pariser Vororts. Am Tag nach den Ausschreitungen ziehen sie gemeinsam durch die zerstörten Straßen ihres Wohnorts. Sie wollen zu ihrer Bekannten Samira, die schwer verletzt in einem Pariser Krankenhaus liegt. Doch am Tag nach den Krawallen liegen die Nerven blank, und wo sie auch hingehen, wartet nur Misstrauen und Intoleranz. Und Hass.

Mathieu Kassovitz‘ Hass feiert 2015 den zwanzigsten Geburtstag. Wie kein Film zuvor zeigte er eindringlich, wie schnell Menschen die Vernunft abhanden kommen kann. Täglich zeigen uns  die internationalen und nationalen Schlagzeilen, dass sich in diesen zwanzig Jahren nichts geändert, nichts gebessert hat. Nermina Kukics Fassung frei nach Motiven des Filmdrehbuchs rückt anstelle von drei jungen Männern drei junge Frauen in den Vordergrund. Diese werden von Schauspielerinnen des Rottstr 5 Theater-Jugend-Laienensembles young’n’rotten dargestellt. 
HASS ist das Schwesternstück zur Produktion AFGHANISTAN, die ausschließlich mit young’n’rotten-Männern besetzt ist.