DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT

Rottstr5 Theater in Bochum | Manfred Böll liest Karl Kraus

Manfred Böll liest Karl Kraus

In dem Drama "Die letzten Tage der Menschheit" erleben wir  einen modernen Totentanz, in dem Operettenfiguren  die Tragödie der Menschheit  spielen, der weit  über Wien und den Untergang der Donaumonarchie hinaus, auf die allgemeine  Verrohung und Verdummung hinweist, die der Krieg  gebiert. Kraus Tragödie, entstanden unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs und seiner Gräueltaten, stellt mit unheimlicher, geradezu apokalyptischer Weise, diese Katastrophe dar.

Karl Kraus: "Die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, sind wirklich geschehen; ich habe gemalt, was sie nur taten. Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind wörtlich gesprochen worden. die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind wirklich gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate. (Sätze, deren Wahnwitz unverlierbar dem  Ohr eingeschrieben ist, wachsen zur Lebensmusik.) Wer schwache Nerven hat, wenn auch genug starke, entferne sich von dem Spiel.

In Wien geboren, Sohn reicher  jüdischer Fabrikanten, unglaublich streitlustig. So lautet die Kurzbeschreibung des 1874 in Böhmen geborenen Schriftstellers Karl Kraus,dem Meister der Aphorismen.