CATS - DIE SHOW

Rottstr 5 Theater in Bochum | CATS - DIE SHOW

NACH T. S. ELIOT u. a.

 

Von und mit   Nermina Kukic
und               Mareile Blendl


Internet-Video-Kater Jost Grix, Ingmar Kurenbach, Patrick Joswig, Simon Paul Wagner
Mitarbeit Jasmina Dittrich, Hans Dreher, Simon Krämer
Fotos Sabine Michalak


Premiere    Samstag, 06. Juni, um 19.30 Uhr

Manche meinen, das Internet sei für die Pornographie erfunden worden; wir aber wissen, es ist in Wirklichkeit für Katzenvideos.
Manche meinen, Andrew Lloyd Webber und "Hanoi"-Jane Fonda hätten nichts gemeinsam. Wir wissen: doch!
Manche meinen, TV und Internet sind voll von schlechten Vorbildern. Wir wissen: es gab sie schon immer. Überall.
Manche meinen, Lechts und Rinks kann man nicht velwechsern - Werch ein Illtum!
Manche meinen, Cougars sind Damen über vierzig mit unersättlichem Sexualappetit. Wir wissen, dass das Wort einmal vor allem „Berglöwe“ bedeutet hat.
Manche meinen, Theater lohnt sich nur mit bunten Kostümen und knalligen Popsongs. Wir wissen: es geht auch ohne. Oder?
Manche meinen, Katzen würden Whiskas kaufen. Wir Katzen würden aber lieber Whisky saufen.
In CATS - DIE SHOW wird abgerechnet. Mit dem Aufwachsen in den 80ern. Mit Hollywood. Mit Aerobik. Mit Broadway und dem Londoner Westend. Mit der Wende, mit Rainer Werner Fassbinder, T.S. Eliot, dem Fernsehen, dem Internet, dem House of Windsor, dem Kreuzschiff-Tourismus, dem Brathähnchen.
Memories, all alone in the moonlight?

Nermina Kukic und ihre Kollegin Mareile Blendl, die zum ersten Mal im Rottstr 5 Theater spielt, nehmen uns auf ihre Irrfahrt durch die Höhen und Tiefen der Populärkultur mit. Sie garantieren Katzen, vermuten Lacher und versprechen, den Bildungsauftrag zu erfüllen. Sind wir aber vor dem Gesang sicher? Das kann man niemals wissen.

 

Pressestimmen

Ein gewitzter Theaterabend rund um Kätzchen, die 1980er Jahre und Popkultur war die Premiere von „Cats – die Show“ im Rottstraße 5 Theater. Eine Inszenierung, deren Idee aus der kuriosen Tatsache entsprang, dass Katzenvideos die am häufigsten angeklickten Links des
gesamten Globus sind. Nermina Kukic und Mareile Blendl schufen daraus eine originelle, amüsante Collage aus Kulturkritik und Geschwafel.

In einem kleinen Wohnzimmer, zwischen überdimensionalen Wollknäueln tratschen Kukic und Blendl fröhlich drauf los. Dabei überzeugt insbesondere ihr Improvisationstalent, denn viele der Dialoge basieren nicht auf festen Textvorlagen. Somit entstehen oftmals urkomische
verbale Wasserfälle, während derer man aus dem Lachen kaum mehr rauskommt.

Der weibliche Verblödungs-Klatsch mutet dabei tatsächlich an Katzenjammer an und spiegelt gleichzeitig den Pop-Müll, der uns tagtäglich aus dem Fernseher entgegen geschleudert wird. Entsprechend ist die Inszenierung nicht nur subtile, jedoch ebenso oft liebevolle Kritik an westlicher Populärkultur, sondern ebenso an die Menschen, die diese ungefiltert auf sich und ihre Ansichten übertragen.

Ruhr Nachrichten