Fahrenheit 451

nach Ray Bradbury

Fotos © Emanuela Danielewicz

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Guy Montag ist Feuerwehrmann, aber nicht so, wie wir es kennen. In der dystopischen Zukunft von „Fahrenheit 451“ löscht die Feuerwehr keine Brände: Stattdessen vernichtet sie Bücher. In dieser Gesellschaft, deren Bürger sich selbst - nach und nach - freiwillig Rechte und Verantwortung entzogen haben, sind Bücher verboten, weil sie subversives Denken fördern. "Ein Buch im Haus nebenan ist wie eine geladene Waffe. Man vernichte sie, man entlade die Waffe. Die Feuerwehr wurde zum Hüter unserer Seelenruhe. Zum Sammelbecken unserer Angst. Zur amtlichen Zensur. Zur Legislative und Exekutive in einem."

Als Guy Montag durch die andersdenkende Nachbarstochter Clarisse lernt, die Welt mit offeneren Augen zu sehen, verändert sich sein Leben gravierend. Er hinterfragt den Alltag mit seiner Frau Mildred, die tagsüber vor den drei Videowänden ihres Wohnzimmers hängt und nachts nur mithilfe von Tabletten in den Schlaf findet. Er zweifelt an der Arbeit der Feuerwehr und den Ansichten seines Vorgesetzten Beatty. Als Montag bei einem Feuerwehreinsatz erlebt, dass eine alte Frau lieber stirbt, als ihre Bücher verbrennen zu lassen, ist in seiner Welt nichts mehr so wie vorher.

Regisseur und Schauspieler Marco Massafra inszeniert Bradburys wichtiges Schlüsselwerk in einer eigens für das Rottstr 5 Theater bearbeiteten zwei-Personen-Fassung.

Fahrenheit 451 | Rottstr 5 Theater | Trailer from ROTTSTR5THEATER on YouTube

Eine Produktion des Rottstr 5 Theaters

Mit Monika Bujinski, Michael Kamp

Regie Marco Massafra

Assistenz Megan Dieberg, Puah Kriener
Ausstattung Franziska Gebhardt
Licht Simon Krämer
Fotos Emanuela Danielewicz
Produktion Hans Dreher, Oliver Paolo Thomas

Dauer: ca. 70 Minuten

Pressestimmen

In der konzentrierten Zwei-Personen-Fassung im Theater unter den Gleisen eröffnet sich ein ganz neuer Zugang zu dem Stoff. Dass Monika Bujinski sowohl die lethargische Mildred als auch die sensible Clarisse verkörpert, steht für die ganz unterschiedlichen Möglichkeiten menschlicher Existenz, mit scheinbar unausweichlichen gesellschaftlichen Vorgaben umzugehen. -Ein beeindruckender Abend, nicht zuletzt dank zweier hervorragender Schauspieler.
(Stadtspiegel)

Regisseur Marco Massafra (...) entschied sich, den Roman „Fahrenheit 451“ als zwei-Personen-Fassung auf die Bühne zu bringen und auf die lyrischen Passagen zu setzen. Das verleiht der Inszenierung eine fast zeitlose Wirkung: Die zwischenmenschlichen und individuellen Auswirkungen einer Gesellschaft ohne Bücher rücken in den Vordergrund. (...)
Keine Requisiten, kaum Musik, sogar das Bühnenbild ist im Vergleich zu bisherigen Vorstellung karg. Holzrahmen, welche die Fernseher-Höhle der eigenen vier Wände nur andeuten, wirken wie Gitter. Der starke Michael Kamp gibt einen Guy Montag, der als leiser Dissident im kulturindustriellen Knast zweifelt und leidet. (...) Getragen wird das vor allem vom starken DarstellerInnen-Duo.
Benjamin Trilling
(BSZ Online)