Die Wand & Tia Lou

nach Marlen Haushofer

Fotos: Birgit Hupfeld - © Rottstrasse 5 Theater

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THEATER & KONZERT in der Tiefgarage
DIE WAND & TIA LOU
Wir zeigen unsere gefeierte Produktion DIE WAND in einer ganz speziellen Location - einem (noch) leerstehenden Gebäude in Wattenscheid. Anstatt auf einer Alm kämpft Lea Kallmeier am SAMSTAG in einer Tiefgarage ums Überleben.
Im Anschluss wird TIA LOU den Abend mit einem kleinen, feinen Konzert abrunden.

Tiefgarageneinfahrt Voedestr. 15 in Wattenscheid – unweit des August-Bebel-Platzes

DA DER ABEND IN EINER BAUSTELLE GEZEIGT WIRD – ACHTEN SIE BITTE AUF FESTES SCHUHWERK UND WARME KLEIDUNG.

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"Aber, wissen Sie, jene Wand, die ich meine, ist eigentlich ein seelischer Zustand, der nach außen plötzlich sichtbar wird." (Marlen Haushofer)

Auf einer idyllischen, verlassenen Berghütte findet sich eines Morgens eine Frau komplett isoliert vom Rest der Welt wieder - abgetrennt durch eine unsichtbare, undurchdringliche Wand - wie eine Glasscheibe, die offenbar über Nacht entstanden ist und das Tal auf allen Seiten weiträumig umgibt.
Auf sich allein gestellt, nur mit einem Hund "Luchs", und abgeschnitten von der Zivilisation ist die Städterin zur Selbstversorgung gezwungen.
Was bleibt von einem Menschen, der in vollkommener Isolation lebt - eingesperrt in der wilden Natur? Mit dieser kühnen Grundidee beschrieb Marlen Haushofer die existenzielle Einsamkeit des modernen Menschen.

"Schon damals schien es mir sicher, dass die Katastrophe von riesigem Ausmaß war. Ich nahm mir damals vor, jeden Tag im Kalender auszustreichen, das schien mir sehr wichtig. Ich klammerte mich geradezu an die spärlichen Reste menschlicher Ordnung, die mir geblieben waren. Nicht, dass ich fürchte ein Tier zu werden, das wäre nicht so schlimm, aber ein Mensch kann niemals ein Tier werden, er stürzt am Tier vorbei in einen Abgrund. Davor habe ich die meiste Angst."


"Die Wand" wurde 2012 auch erfolgreich mit Martina Gedeck in der Hauptrolle verfilmt.

Eine Produktion des Rottstr 5 Theaters

Mit
Lea Kallmeier

Regie Alexander Ritter

Regieassistenz Franka Siegmund
Ausstattung Alexander Ritter
Licht Simon Krämer
Fotos Birgit Hupfeld
Produktion Alexander Ritter, Oliver Paolo Thomas
Trailer Siegersbusch Film, Wuppertal

Dauer: ca. 60 Minuten

Pressestimmen

Eine der schönsten Inszenierungen, die derzeit auf Bochums Bühnen zu sehen sind.
(Stadtspiegel)


Gefühle von tiefster Verzweiflung bis hin zu kindlicher Freude unmittelbar – auch körperlich - nachvollziehbar zu machen: Das gelingt Regisseur Alexander Ritter und Schauspielerin Lea Kallmeier mit ihrer Adaption von Marlen Haushofers Roman „Die Wand“ im Theater unter den Gleisen. (...)
Überhaupt ist diese Auseinandersetzung mit existenzieller Einsamkeit oft alles andere als angenehm für das Publikum – und das muss ja auch so sein. Dennoch hat dieser Abend auch etwas sehr Tröstliches: Schließlich kann man diese emotionalen Extremzustände gemeinsam mit den anderen im Publikum Anwesenden erleben – in Zeiten wie diesen alles andere als selbstverständlich. Und umso notwendiger.
Mit wenigen Requisiten gelingt ein Abend, den man wohl sein Lebtag nicht vergessen wird.
(Stadtspiegel)