WARTEN AUF GODOT

WARTEN AUF GODOT im Rottstr5 Theater Bochum

von Samuel Beckett

Premiere am 03. Mai 2014

Mit
Linus Ebner
Leander Gerdes
Maximilian Strestik
Marco Massafra
Jakob Schmidt


Regie
Marco Massafra

Regieassistenz
Jasmina Dittrich
Klara Linge
Christina Runge

Technik
Simon Krämer

Wladimir und Estragon warten auf einer Straße auf Godot, von dem sie glauben, er könne ihnen helfen. Wie lange sie schon warten, ist unklar. Wie Godot ihnen helfen kann, auch. Hoffnung keimt auf und
schwindet. Das seltsame Duo Pozzo und Lucky kommt und geht; ebenso der mysteriöse Junge, der für Godot arbeitet. Und Godot selbst? Die Sonne geht erneut unter. Man wird warten müssen.

 

Warten auf Godot | Rottstr 5 Theater | Trailer from ROTTSTR5THEATER on Vimeo.

 

Rottstr5 Theater Bochum - GothlandHier findest Du weitere Impressionen vom Stück.

 

Pressestimmen

Dass die knapp zweistündige Inszenierung trotzdem so sehr treibt und schnelllebig ist, das ist insbesondere den beiden Hauptdarstellern zu verdanken. Spielwütig jagen Linus Ebner (Wladimir) und Leander Gerdes (Estragon) durch den Abend und legen eine unglaubliche Energie an den Tag. Alles, was sie tun, wirkt erstaunlich ironisch und vollkommen ernst. Eine Gradwanderung, die in keiner Sekunde misslingt. Massafra selbst liefert als Lucky einen turbulenten Monolog, von dem sich das Publikum zu Szenenapplaus hinreißen lässt. Und auch Maximilian Strestik, in der Rolle als Pozzo, ist stark und brutal.

Marco Massafras Regie verzichtet auf Überflüssiges: Bloß Menschen, Hüte, ein Ast und Staub.

[Ruhr-Nachrichten]

........................................................................................................

Die Inszenierung ist ein Glücksfall. Für das Haus und die Zuschauer. Die Spielwütigen Darsteller füllen den Raum, die Regie verzichtet auf Klimbim und Klamauk. Trotzdem überwiegt ein düsterer Humor, ohne die abgründige existenzielle Tragik der Situation je ins Lächerliche zu ziehen. Massafras "Godot"-Inszenierung sieht unglaublich selbstgewiss und stilsicher aus. Als hätte jemand auf etwas gewartet, das nun gekommen ist.

Linus Ebner (Wladimir) und Leander Gerdes (Estragon) liefern eine Doppel-Glanzleistung. Jung, dynamisch, ironisch, doch auch tragisch, taumelnd und trotzig. Das abgerissene Duo mit ungestilter Sehnsucht nach dem Breisgau und dem Emsland bekommt Gesellschaft von Pozzo (brutal, sehr präsent: Maximilian Strestik) und dessen Sklave Lucky (Regisseur Marco Massafra selbst, mit furiosem Monolog).

[WAZ]